· Pressemitteilung für Newssync

Kreisverband stellt Weichen für die Zukunft

Bild v.l.n.r.: Robin Steih, Ingrid Ahrens, Jürgen Geißler, Ulf-Immo Bovensmann, Ralf Lämmer, Patrick Krug, Stephan Paule, Helmut Euler, Thorsten Ellrich, Henning Schmehl, Karl Georg und Andreas Fischer (Foto: Nick Helfenbein)
Entlastung des Vorstands (Foto: Nick Helfenbein)
Verdienstmedaille in Gold für Ingrid Ahrens (Foto: Nick Helfenbein)
Verdienstmedaille in Silber für Ulf-Immo Bovensmann (Foto: Nick Helfenbein)
Verdienstmedaille in Silber für Karl Georg (Foto: Nick Helfenbein)
Verabschiedung aus dem Vorstandsamt: Margot Kraft (Foto: Nick Helfenbein)
Überreichung der Ernennungsurkunden an Kreisbereitschaftsleiter Henning Schmehl und seine beiden Stellvertreter Andreas Fischer und Robin Steih (Foto: Nick Helfenbein)

Solide Finanzen, mehr als 13.400 ehrenamtliche Einsatzstunden und neue Gesichter im Kreisvorstand – Kreisversammlung in Maulbach würdigt langjähriges Engagement

Homberg Maulbach. Mit einer positiven Bilanz, mehr als 13.400 ehrenamtlich geleisteten Stunden und wichtigen personellen Entscheidungen blickte der DRK-Kreisverband Alsfeld bei seiner Kreisversammlung im Dorfgemeinschaftshaus Maulbach auf das vergangene Geschäftsjahr zurück und stellte zugleich die Weichen für die Zukunft. Kreisvorsitzender Stephan Paule begrüßte die Delegierten der Ortsvereine sowie zahlreiche Gäste aus Politik, Verwaltung, Polizei und Feuerwehr. Neben den Berichten über das Geschäftsjahr 2025 standen die turnusmäßigen Vorstandswahlen und die Auszeichnung verdienter Rotkreuzmitglieder auf der Tagesordnung.

Kreisverband entwickelt seine Angebote weiter

In seinem Jahresbericht blickte Kreisvorsitzender Stephan Paule auf ein ereignisreiches Geschäftsjahr zurück. Nach dem Ende der umfangreichen Flüchtlingsunterbringung habe sich der Kreisverband weiter auf seine vielfältigen sozialen Dienstleistungen und seine Kernaufgaben konzentriert. Dazu zählen insbesondere der Hausnotruf, das Betreute Wohnen, die Erste-Hilfe-Ausbildung sowie die Unterstützung des ehrenamtlichen Katastrophenschutzes.

Ein wichtiges Zukunftsprojekt bleibt der geplante Bau einer vierten DRK-Seniorenresidenz. Damit soll das Angebot für ältere Menschen in der Region weiter ausgebaut werden. Auch die fortschreitende Digitalisierung und die Weiterentwicklung der bestehenden Dienstleistungen beschäftigten den Kreisverband.

Besonderes Augenmerk legte Paule auf die Zusammenarbeit zwischen Haupt- und Ehrenamt. Die Ortsvereine seien eine unverzichtbare Grundlage der Rotkreuzarbeit vor Ort. Deshalb komme der Unterstützung bei Fahrzeugen, Ausrüstung und Material eine große Bedeutung zu. Der Kreisvorsitzende dankte allen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden sowie den Verantwortlichen in den Ortsvereinen für ihren Einsatz.

Mehr als 13.400 Stunden ehrenamtliche Arbeit

Wie leistungsfähig die ehrenamtlichen Strukturen des Kreisverbandes sind, verdeutlichte der Bericht von Kreisbereitschaftsleiter Henning Schmehl. Insgesamt leisteten die Bereitschaften im Jahr 2025 13.432 ehrenamtliche Stunden. Allein rund 4.166 Stunden entfielen auf Sanitätswachdienste bei Veranstaltungen.

Zu den besonderen Herausforderungen gehörte die sanitätsdienstliche Absicherung des Alsfelder Kinderfestivals „Leo feiert“, das mehr als 30.000 Besucher anzog. Dabei bewährte sich insbesondere die enge Zusammenarbeit mit dem benachbarten DRK-Kreisverband Lauterbach.

Schmehl berichtete darüber hinaus über Fortschritte bei der Rettungsdienstverstärkung, der Modernisierung der Einsatzstrukturen und der Digitalisierung. Auch die Drohneneinheit wurde weiter ausgebaut. Diese spezialisierten Fähigkeiten gewinnen bei größeren Schadenslagen und in der Zusammenarbeit mit anderen Einsatzorganisationen zunehmend an Bedeutung.

Für die neue Amtsperiode stehen Henning Schmehl weiterhin die stellvertretenden Kreisbereitschaftsleiter Andreas Fischer und Robin Steih zur Seite. Gemeinsam mit den Fachverantwortlichen wollen sie die Einsatzbereitschaft und die Ausbildung der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer weiter stärken.

Wirtschaftlich auf solider Grundlage

Über eine weiterhin solide wirtschaftliche Entwicklung berichtete Kreisschatzmeister Helmut Euler. Er stellte den geprüften Jahresabschluss 2025 vor und erläuterte die Ergebnisse der einzelnen Geschäftsfelder.

Zu den wirtschaftlich erfolgreichen Bereichen zählen insbesondere der Hausnotruf und das Betreute Wohnen. Auch die Erste-Hilfe-Ausbildung und die Lehrgangsangebote trugen mit einem positiven Ergebnis zur wirtschaftlichen Stabilität bei. Deutlich wurde zugleich, dass die wirtschaftlichen Dienstleistungen einen wichtigen Beitrag zur Finanzierung der gemeinnützigen Rotkreuzarbeit leisten.

Für das Geschäftsjahr 2027 stellte Euler einen Wirtschaftsplan vor. Die Kreisversammlung stellte den Jahresabschluss 2025 fest, erteilte dem Kreisvorstand Entlastung und verabschiedete den Wirtschaftsplan 2027 jeweils einstimmig.

Stephan Paule wiedergewählt – neue Gesichter im Kreisvorstand

Ein weiterer Schwerpunkt der Kreisversammlung waren die turnusmäßigen Vorstandswahlen. Dabei bestätigten die Delegierten Stephan Paule als Kreisvorsitzenden. Auch die bisherige stellvertretende Kreisvorsitzende Dr. Ilse Römer wurde wiedergewählt. Kreisschatzmeister Helmut Euler und Justitiar Rechtsanwalt Ralf Lämmer erhielten ebenfalls erneut das Vertrauen der Versammlung.

Neu in das Amt des stellvertretenden Kreisvorsitzenden wurde Patrick Krug gewählt. Der Erste Kreisbeigeordnete des Vogelsbergkreises tritt die Nachfolge von Matthias Weitzel an, der für eine weitere Amtsperiode nicht mehr zur Verfügung stand. Krug bedankte sich für das entgegengebrachte Vertrauen und betonte die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit zwischen dem Kreisverband und dem Vogelsbergkreis.

Auch bei den vier Beisitzerpositionen gab es personelle Veränderungen. Während Karl Georg und Jürgen Geißler in ihren Ämtern bestätigt wurden, gehören künftig Ingrid Ahrens und Ulf-Immo Bovensmann dem Kreisvorstand als neu gewählte Beisitzer an.

Die Wahlen erfolgten in offener Abstimmung. Sämtliche neu gewählten Vorstandsmitglieder erhielten die Zustimmung der Versammlung ohne Gegenstimmen.

Anerkennung aus Politik und befreundeten Organisationen

Die Bedeutung des DRK-Kreisverbandes für die Region spiegelte sich auch in den Grußworten wider. Bürgermeisterin Simke Ried würdigte als Gastgeberin die Arbeit des DRK-Ortsvereins Homberg, der auf sein 100-jähriges Bestehen zurückblickt.

Landtagsabgeordneter Maximilian Ziegler hob die gesellschaftliche Bedeutung des Ehrenamtes und die Wichtigkeit sozialer Infrastruktur im ländlichen Raum hervor. Mit Blick auf die geplante weitere Seniorenresidenz zeigte er sich zuversichtlich hinsichtlich der erwarteten Förderung.

Der Erste Kreisbeigeordnete Patrick Krug dankte dem DRK für seine wichtige Rolle in der Gefahrenabwehr und bei größeren Einsatzlagen. Auch Kreistagsvorsitzende Dr. Birgit Richtberg würdigte die stabile Entwicklung des Kreisverbandes. Der Leiter der Polizeistation Alsfeld, Holger Braun, dankte für die vertrauensvolle Zusammenarbeit bei Einsätzen und Veranstaltungen. Bernhard Ziegler, Kreisvorsitzender des DRK-Kreisverbandes Lauterbach, betonte die gute partnerschaftliche Zusammenarbeit der beiden Kreisverbände.

Zum Abschluss richtete der Kreisverband den Blick bereits auf das kommende Jahr: Die nächste Kreisversammlung ist für Freitag, 22. Oktober 2027, vorgesehen. Die Ausrichtung übernimmt der neu zusammengeschlossene DRK-Ortsverein Alsfeld-Schwalmtal.

Mit Dank an alle Beteiligten schloss Stephan Paule die Versammlung. Der Abend machte deutlich, dass der DRK-Kreisverband Alsfeld sowohl wirtschaftlich als auch ehrenamtlich auf einer tragfähigen Grundlage steht – und mit neuen wie bewährten Kräften die kommenden Aufgaben angeht.


DRK würdigt jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement

Ein Höhepunkt des Abends waren die Ehrungen verdienter Rotkreuzmitglieder. Kreisvorsitzender Stephan Paule würdigte dabei Menschen, die über Jahrzehnte hinweg Verantwortung übernommen und die Arbeit des Deutschen Roten Kreuzes in der Region entscheidend mitgestaltet haben.

Mit der Verdienstmedaille in Silber wurde Karl Ludwig Georg ausgezeichnet. Seit 1996 engagiert er sich im Deutschen Roten Kreuz und prägte insbesondere als langjähriger Vorsitzender die Entwicklung des DRK-Ortsvereins Schwalmtal. Über viele Jahre war er Ansprechpartner, Organisator und verlässliche Führungspersönlichkeit der örtlichen Rotkreuzarbeit. Besonders hervorgehoben wurde sein Einsatz für den Zusammenschluss der Ortsvereine Schwalmtal und Alsfeld im Jahr 2025. Damit wirkte er maßgeblich daran mit, die ehrenamtlichen Strukturen für die Zukunft neu aufzustellen.

Ebenfalls die Verdienstmedaille in Silber erhielt Ulf-Immo Bovensmann. Der Rotkreuzkamerad gehört seit 1993 dem DRK-Ortsverein Mücke an und übernahm über viele Jahre hinweg Führungsverantwortung im Bereitschaftswesen. Von 2003 bis 2018 war er Bereitschaftsleiter, von 2014 bis 2023 Kreisbereitschaftsleiter und anschließend bis 2026 stellvertretender Kreisbereitschaftsleiter. Seine Verdienste reichen von der organisatorischen Weiterentwicklung der Bereitschaften bis zur Mitwirkung bei Hochwasserkatastrophen und in der Flüchtlingshilfe. Gewürdigt wurden insbesondere seine langjährige Einsatzbereitschaft, seine Erfahrung in der Führung von Einsatzkräften und sein Engagement für die Weiterentwicklung des Katastrophenschutzes.

Eine besondere Auszeichnung erhielt Ingrid Ahrens, der die Verdienstmedaille in Gold verliehen wurde. Seit 1982 ist sie im DRK-Ortsverein Homberg aktiv. Über mehr als vier Jahrzehnte engagierte sie sich in unterschiedlichen Bereichen, insbesondere im Jugendrotkreuz, bei Blutspendeterminen sowie im Sanitäts- und Betreuungsdienst. Auch bei der Flüchtlingshilfe im Jahr 2015 und bei Hochwassereinsätzen war sie im Einsatz. Mit der Goldmedaille würdigte der Kreisverband ihren außergewöhnlichen persönlichen Einsatz und ihre langjährige Verbundenheit mit dem Roten Kreuz.

Mit einem Blumenstrauß und herzlichen Dankesworten verabschiedete Stephan Paule außerdem Margot Kraft aus dem Kreisvorstand. Sie gehört dem Deutschen Roten Kreuz bereits seit 1965 an und hat sich insbesondere im Ortsverein Homberg, in der Wohlfahrts- und Sozialarbeit sowie im Betreuungsdienst engagiert. Über Jahrzehnte war sie eine verlässliche Stütze der ehrenamtlichen Arbeit. Mit ihrem Ausscheiden aus dem Kreisvorstand endet eine lange Phase aktiver Mitarbeit in diesem Gremium. Dem Deutschen Roten Kreuz bleibt Margot Kraft jedoch weiterhin eng verbunden.