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Eine Reportage "über uns"

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Sanitätsdienst

Ob Rockkonzert, Fußballspiel, Karnevalsumzug oder Straßenfest –“ wo viele Menschen zusammenkommen, gibt es viele kleine und größere Notfälle.

Durch die regelmäßigen Einsätze sind die DRK-Sanitäter erfahren und einsatzerprobt. Kommt es zu einem Massenanfall von Verletzten, beispielsweise nach einer Explosion oder einem Zugunglück, unterstützt der Sanitätsdienst den Rettungsdienst des Deutschen Roten Kreuzes. Die Sanitäter haben deshalb eine wichtige Funktion in der DRK-Katastrophenvorsorge.

Sanitätsdienstausbildung

Anhand von Fallbeispielen lernen die Teilnehmer den richtigen Umgang mit dem Patienten

Im Mai fand an insgesamt drei Wochenenden ein Sanitätsdienstlehrgang gemäß den neuen Richtlinien statt. Die Ausstattung der Helferinnen und Helfer im Katastrophenschutz mit neuen Fahrzeugen, Geräten und Sanitätsmaterial stellt die Ausbilder und Helfer gleichermaßen vor neue Herausforderungen.

Neben der neuen Intubation mit Hilfe des sogenannten Larynx-Tubus und der Anwendung der neuen automatischen externen Defibrillatoren (AED) stand der Umgang mit neuen Rettungs- und Transportmitteln, sowie der deutlich zugenommene Praxisanteil während des Kurses im Vordergrund der Ausbildung.

16 "frisch gebackene" Sanitätshelfer nehmen am Ende des Lehrgang ihre Bescheinigungen entgegen

Natürlich wurden auch gewohnte Themen wie die Wundversorgung, Atem-, Herz- und Kreislaufprobleme oder die Vorbereitung von Infusionen und die Blutdruckmessung gelehrt.

Insgesamt 16 Helfer aus den Ortsvereinigungen nahmen am Lehrgang teil. Besonders erfreulich ist hierbei die Tatsache, dass jeder Helfer, der an der abschließenden praktischen und theoretischen Prüfung teilnahm, diese auch bestanden hat, sodass den frisch gebackenen Sanitätern der Einsatz im Sanitätsdienst ermöglicht werden kann.


Bildquelle: vogelsberg-nachrichten.de

Realeinsatz - Schwerer Verkehrsunfall A5

Auf der Autobahn A5 zwischen Grünberg und Homberg kam es am 18.09.2011 zwischen 13:30 Uhr und 15:30 Uhr zu einer Vielzahl von zusammenhängenden Verkehrsunfällen. Nach Angaben der Polizei waren insgesamt mehr als 30 Fahrzeuge beteiligt. 35 Menschen wurden verletzt, elf davon schwer. Die A5 war in Richtung Kassel bis 20 Uhr voll gesperrt. Durch den Unfall bildeten sich in beide Fahrtrichtungen kilometerlange Staus.

Im Einsatz waren 135 Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Rettungsdienstes inklusive des Führungsdienstes, etwa 25 Polizeibeamte sowie insgesamt fünf Rettungs- und ein Polizeihubschrauber. Die an diesen Unfällen beteiligten Fahrzeuge standen kreuz und quer auf der Straße. Sie waren erheblich beschädigt. 18 Menschen erlitten leichte, vier schwerere, teilweise lebensgefährliche Verletzungen.

Großübung im Sommer

An der Patientenablage herrscht "geordnetes Chaos". Jeder Helfer weiß natürlich genau, was zu tun ist!

Das Wort Großübung wäre für das Katastrophenschauspiel im Sommer unterdimensioniert gewesen. Über 200 Rettungskräfte von Feuerwehr und DRK übten auf dem Gelände einer Firma die Bewältigung einer Großschadenslage. Mehrere Feuerwehren, so ziemlich alles was das Deutsche Rote Kreuz im Vogelsbergkreis zu bieten hat, der Maltester Hilfsdienst und selbst die Bundeswehr waren in der Übung eingebunden.

Die "Einsatzleitung Rettungsdienst" mit LNA und OLRD macht sich ein Bild der Lage und trifft Absprachen mit allen Beteiligten

An jeder Ecke des mehreren hundert Quadratmeter großen Firmenareals warteten Finessen auf die Übungsteilnehmer. Während es für die einzelne Rettungskraft eine Herausforderung war, dürfte es für die Organisatoren eine Mammut-Aufgabe gewesen sein. Alleine über 25 sogenannte Unfallmimen galt es zu betreuen, so dass die Retter zu Logistikern wurden. An zwei Plätzen wurden die Verletzten gesammelt. Panische Unfallopfer und schwere Verletzungen spielten die Unfallmimen, sie ließen die Katastrophe real wirken.

Sehr "realistisch" spielten die Verletztendarsteller ihre Rolle

Unkontrollierbares Verhalten, schwere Verletzungen und großes Schauspieltalent waren ihr Markenzeichen. „Ich bin kein Kassenpatient, ich bin privat versichert, ich will hier weg“, so die Rufe einer Unfalldarstellerin. Gerade zu unermüdlich hielt alleine dieses gespielte Unfallopfer durchweg die Rettungskräfte auf Trab. Von der Rettung aus den Flammen durch die Feuerwehrleute, bis zur Behandlung der DRK-Helfer zog sich der Faden der Übung.

Überall waren fast zeitgleich Atemschutzgeräteträger der Feuerwehr zur Rettung der Verletzten aus den „Flammen“ im Einsatz.

Hessens Innenminister Boris Rhein freut sich mit den Helfern des DRK-Kreisverbandes Alsfeld e.V.

Fahrzeugneuerung - Gerätewagen Sanität (GW-San) des Landes Hessen

Der neue GW-San wird zukünftig im Rahmen des hessischen Katastrophenschutzkonzeptes im zweiten Sanitätszug des Vogelsbergkreises eingesetzt und hat seinen Standort bei dem DRK-Ortsverein Mücke in Ruppertenrod.

Die Bereitschaftsleiter Ulf-Immo Bovensmann und Marco Kratz ließen es sich nicht nehmen, persönlich an der Übergabe durch Hessens Innenminister Boris Rhein teilzunehmen. Begleitet wurden sie von Seiten des DRK-Kreisverbandes Alsfeld von Jörg Müller, der in der Zugführung des zweiten Sanitätszuges tätig ist.

Das Fahrzeug mit einem Anschaffungswert von 120.000 Euro und einem Gesamtgewicht von sieben Tonnen ist aus dem Katastrophenschutz kaum noch wegzudenken, denn es stellt meist die zentrale Einheit an einem Behandlungsplatz dar.

Es besitzt eine Doppelkabine und bietet somit Platz für eine sechsköpfige Besatzung. Der Aufbau besteht aus einem zweigeteilten Koffer mit einer Ladebordwand.

Im vorderen Teil befindet sich ein Regalsystem zur Aufnahme der sanitätsdienstlichen Beladung in Boxen und Körben.

Der hintere Teil bietet Platz für die großen technischen Komponenten (z.B. Stromerzeuger, Zeltheizung), die teils auf Rollwagen untergebracht sind.

 

 

Aufgabenbeschreibung der Sanitätszüge (gemäß Konzept Land Hessen)

Schematische Darstellung eines Sanitätszuges in Hessen
  • Sucht und rettet Patienten, ggf. mit Unterstützung von anerkannten Rettungshunden,
  • übernimmt Patienten in der Patientenablage und betreut sie,
  • sichtet Patienten und Betroffene,
  • registriert Patienten und Betroffene,
  • führt Sofortmaßnahmen durch,
  • leistet Erste Hilfe,
  • führt ärztliche Sofortmaßnahmen zur Abwendung lebensbedrohlicher Zustände durch,
  • stellt die Transportfähigkeit von Verletzten und Kranken her,
  • betreut Patienten und Betroffene sanitätsdienstlich,
  • führt pflegerische Maßnahmen durch,
  • sorgt für psychosoziale Betreuung Verletzter und Kranker in Verbindung mit dem Betreuungsdienst,
  • errichtet und betreibt einen Behandlungsplatz und/oder Patientenablagen,
  • wirkt ggf. bei dem Betrieb eines Behelfskrankenhauses mit,
  • errichtet einen Rettungsmittelhalteplatz,
  • stellt Transportkapazität und transportiert Verletzte, Kranke und Betroffene, auch bei Evakuierungen,
  • unterstützt den GABC-Dienst beim Betreiben von Notfallstationen,
  • unterstützt den Betreuungsdienst beim Betreiben von Betreuungseinrichtungen,
  • unterstützt im Bedarfsfall den Rettungsdienst,
  • unterstützt im Bedarfsfall das Personal in Krankenhäusern,
  • führt sonstige humanitäre Aufgaben im Auftrag des KatS-Stabes durch.