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Jahresbericht 2013

Bericht des Kreisbereitschaftsleiters

Ulf Immo Bovensmann
(Kreisbereitschaftsleiter)

 

Wenn Sie nun den Jahresbericht für das Jahr 2013 in Empfang nehmen, dann handelt es sich um einen Bericht, der klar und deutlich macht, was es heißt, sich für andere Menschen hier in der Region aber auch in anderen Teilen unseres Landes einzusetzen. So haben die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer mit ihren 900 helfenden Händen 93.480 ehrenamtliche Stunden für Mitmenschen geleistet. Dies ist eine Steigerung der Dienststunden von rund 10.000 Stunden. Dies kommt zum einen durch eine Vielzahl von Einsätzen und zum anderen durch die Verstärkung im Bereich Aus- und Fortbildung.

Im Berichtsjahr gab es mehrere Großeinsätze für unsere Bereitschaften. Zu nennen ist hier an erster Stelle die Hochwasserlage im Sommer des Jahres. Hier war im Rahmen des Einsatzes der DRK-Landesverstärkung Hessen der Fernmeldedienst in Havelburg über sieben Tage im Einsatz.

„Im Rahmen der DRK-Hilfe des DRK-Kreisverbandes Alsfeld ordnete die Kreisbereitschaftsleitung einen Betreuungseinsatz in den vom Hochwasser betroffenen Bereichen von Deggendorf/Bayern. Weite Teile des Landkreises – ungefähr eine Fläche so groß wie der Tegernsee – waren überschwemmt. Mehrere tausend Leute mussten ihre Häuser, die teils meterhoch unter Wasser standen, verlassen und alles zurücklassen. Zudem war Deggendorf quasi von der Umwelt abgeschnitten, da auch die Autobahnen 92 und 3 sowie sämtliche Bundesstraßen überflutet worden waren. Der Höchstpegel der Donau lag am 4. Juni bei 8,08 Metern und übertraf damit den bisherigen Rekordpegel von 7,48 Metern. Hier halfen unsere Helferinnen und Helfer gemeinsam mit den Einsatzkräften vom Bayerischen Roten Kreuz, der Bundewehr, der Bundespolizei und dem THW. Zudem wurde eine Spendenaktion des DRK-Kreisverbandes Alsfeld für die Flutopfer von Deggendorf eingerichtet. Insgesamt konnte dem BRK-Kreisverband Deggendorf der Erlös der Spendenaktion in Höhe von € 35.000 anlässlich der Kreisversammlung in Altenburg im letzten Jahr übergeben werden.

Es darf an dieser Stelle erwähnt werden, dass in der Nacht, in der sich unsere ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer auf den Weg nach Deggendorf machen wollten, es zu einer Hochwasserlage in Alsfeld kam, bei der unser Katastrophenschutzzentrum unter Wasser stand und wir uns als „Geschädigte“ selbst helfen mussten. Doch dies hinderte und nicht daran, nach Bayern zu fahren, um dort unseren Einsatz zu erfüllen und den betroffenen Menschen zu helfen.“

Ein weiterer Großeinsatz war das sogenannte „Bücking-Feuer“ im Sommer. Nachdem am Morgen zunächst die ehrenamtliche Rettungsdienstverstärkung zum Einsatz kam, wurde schnell klar, dies ist ein Einsatz, der nicht nach zwei Stunden zu Ende ist. So entschloss sich die Einsatzleitung der Feuerwehr, den Betreuungszug zu alarmieren, um für die eingesetzten Helferinnen und Helfer der Feuerwehr Essen und Getränke auszugeben. Der Einsatz zog sich dann über drei Tage hin. Es ist zu erwähnen, dass die Zusammenarbeit mit Feuerwehr, THW und Polizei sehr gut lief. Das „Bücking-Feuer“ ging in die Alsfelder Geschichte ein als einer der größten Brände seit Ende des 2. Weltkrieges.

Um in der Öffentlichkeit die Arbeit des Roten Kreuz zu verdeutlichen, fand in Alsfeld und Romrod Aktionstag statt. Es war schön, zu sehen, dass an beiden Veranstaltungen über 1.000 Menschen gekommen sind, um sich die Arbeit der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer anzuschauen. Ich hoffe, dass diese Art von Veranstaltungen auch in Zukunft von Zeit zu Zeit in all unseren Bereitschaften Einzug halten werden.

Im Bereich der Aus- u. Fortbildung ist wieder die Ausbildung im Rahmen der Zugabende und der Fortbildungsveranstaltungen für den Bereich Sanität zu nennen. Es kommt noch eine Zahl von Seminaren wie das Rot-Kreuz-Einführungsseminar oder dem Sanitätskurs dazu - erstmals wurde ein Seminar im Rahmen der PSNV (Psychosoziale Notfallversorgung) angeboten.
Die Bereitschaften vor Ort veranstalten zudem noch eine Vielzahl von Bereitschaftsabenden, auf denen Helferinnen und Helfern ihr Wissen in der Rot-Kreuz-Arbeit vertiefen können.

Im Jahr 2013 wurden durch die Bereitschaften des DRK-Kreisverbandes Alsfeld e.V. mehr als 180 Sanitätsdienste geleistet. Es gilt hier im Besonderen diesen Helferinnen und Helfer danke zu sagen, die bereit sind, bei Pferdeveranstaltungen oder am Sportplatz, meist von 8 bis 18 Uhr ihren Mann bzw. ihre Frau zu stehen. In diesem Bereich sind aber auch große Dienste wie der Faschingsumzug in Mücke, bei dem über 50 Helferinnen und Helfer ehrenamtlich tätig sind, zu nennen. Aber auch bei Filmarbeiten waren die Sanitäter unseres Kreisverbandes tätig.

Beachten Sie an dieser Stelle die Übersicht der Sanitätsdienste, diese Übersicht spiegelt nur die Dienste, welche über den Kreisverband durchgeführt bzw. geplant wurden, die Bereitschaften vor Ort haben noch eine beträchtliche Zahl von weiteren Diensten geleistet.

Jeder Blutspender ist ein Lebensretter. Dies gilt auch für das Berichtsjahr 2013 – hier konnten bei 48 Spendeterminen 3.663 Spender begrüßt werden. Erfreulich ist, Blutspendetermine werden von nahezu allen Ortsvereinen unseres Kreisverbandes angeboten, was die Wichtigkeit dieser Aktionen unterstreicht. Blutspende, dies bedeutet weitaus mehr Zeit, wie der eigentliche Termin. Essen muss gekauft und zubereitet werden, Stühle und Tische müssen gestellt werden und weitere Vorbereitungen wie das Aufhängen der Werbebanner muss gemacht werden. So kommen alleine bei einem Blutspendetermin rund 90 ehrenamtliche Stunden zusammen. Den Ortsvereinen mit ihren Sozialen Diensten und den Bereitschaften ist für diese Arbeit zu danken.

Nach Bränden und andern Notlagen geht es dem DRK, wie das Beispiel Hochwasser Deggendorf zeigt, um eine langfristige Hilfe. Dazu haben wir in unserem Kreisverband zwei Kleiderklammern, eine in Alsfeld und eine in Mücke. Hier können sich Menschen Kleidungsstücke holen, wenn sie kein Geld haben, um sich etwas in Geschäften zu kaufen. Aber im Besonderen stehen hier auch Kleidungsstücke für Notlagen oder nach Bränden für Betroffene bereit. Dies ist für uns als Rotes Kreuz wichtig, denn wir müssen für die Menschen auch nach der Akut Lage da sein, umso eine Rückkehr in ein geregeltes Leben mitzugestalten, wenn Katastrophen menschliches Leid auslösen.

Am Ende des Berichts gilt es Allen, die sich in die vielfältigen Aufgaben des Roten Kreuz eingebracht haben, Danke zu sagen. Ob als Helferin oder Helfer bei Sanitätsdiensten oder Kleidersammlungen, im Vorstand oder als Leitungs- und Führungskraft in den Bereitschaften.

D A N K E !

Ulf Immo Bovensmann
(Kreisbereitschaftsleiter)

Es folgen die einzelnen Berichte der Fachdienste und Fachgruppen

  • Rettungshundestaffel
  • Fernmeldedienst
  • Sanitätsdienst
  • Technik und Sicherheit
  • Betreuungsdienst