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Filetstück im Herzen Alsfelds

Gardinen an den Fenstern, Blumenkästen, Sitzmöbel und Wäscheständer auf den Balkons - das verwunschene Gartengrundstück an der Ecke Am Katzenborn/ Hortgasse in Alsfeld erstrahlt mit Fertigstellung und Bezug der DRK-Seniorenresidenz "Storchennest" in einem völlig neuen Glanz: Im Rahmen einer Feierstunde ist am Samstag das dritte Haus mit bezahlbaren, altersgerechten Wohnungen für Senioren offiziell seiner Bestimmung übergeben worden.

Eng rückten die Gäste im offenen Foyer-Bereich des dreigeschossigen Wohnkomplexes mit Galerie-Atmosphäre zusammen - gekommen waren mehrere am Bau beteiligte Personen, Vertreter aus Politik und Gesellschaft, die Chefetage vom DRK-Landesverband Hessen, Angehörige vom Kreisverband Lauterbach, Nachbarn und vor allem die Bewohner des neuen Wohngebäudes inmitten der Stadt. Die Begrüßung übernahm zunächst der Vorsitzende Hans-Ulrich Lipphardt, bevor er das Wort an den im Herbst 2017 in Rente verabschiedeten DRK-Kreisgeschäftsführer Manfred Hasemann übergab.

Lange Warteliste

"Eigentlich wohnen sie ja schon hier, wir aber wollten es uns nicht nehmen lassen, sie heute nochmals offiziell hier zu begrüßen", startete der passionierte Rotkreuzler und "maßgebliche Motor" des Neubaus seine Ausführungen über die knapp zweijährige Bauphase des zentral gelegenen Wohnraum-Projektes oberhalb des Euronics-Elektromarktes.

Die Nachfrage nach erschwinglichem Wohnraum sei groß. Das DRK betreibe bereits die Seniorenresidenz "Erlenteich" mit 43 Wohnungen. Die Warteliste habe im Laufe der vergangenen Jahre dann die Hundertmarke erreicht. Somit habe sich das DRK für den Bau von weiteren Wohnungseinheiten entschieden. Es habe fast ein halbes Jahr gedauert, bis der richtige Standort für die Liegenschaft gefunden worden sei. Zunächst angedachte Standorte in der Rambach, an der Ziegelei oder auf dem ehemaligen BGS-Gelände hätten die Entscheidungsträger des DRKs nicht überzeugen können. Bis Hasemann von einem guten Bekannten aus Alsfeld angesprochen worden sei und dem Roten Kreuz das Grundstück zum Kauf angeboten habe. "Da brauchten wir nicht lange zu überlegen und kauften nach der positiven Bauvoranfrage dieses zentral gelegene Grundstück - vielleicht das letzte Filetstück im Herzen von Alsfeld für derartige Bauvorhaben", berichtete Hasemann.

Fairer Preis

Dank der großartigen Unterstützung von Kreis und Stadt seien alle notwendigen Maßnahmen von der Entwurfs- und Ausführungsplanung bis zur Auftragserteilung und dem schlüsselfertigen Bau durch das Generalunternehmen Firma Schwalmbau ganz schnell gegangen. In nur 15 Monaten sei es gelungen, eine Anlage mit 18 barrierefreien, seniorengerechten Wohnungen zu erstellen. "Das Ergebnis kann sich wahrhaft sehen lassen", resümierte Hasemann unter Beifall der Festgesellschaft das Projekt.

Die Seniorenresidenz biete zu einem fairen, gut leistbaren Preis einen schönen Wohnraum, vollendete Bürgermeister Stephan Paule (CDU) den Reigen der Ansprachen und dankte Hasemann und dessen Kollegen für ihr Engagement. Redegewandt würdigte er in diesem Zusammenhang auch in besonderem Maße die langjährig bestehende, gute konstruktive Zusammenarbeit und die Arbeit bei Einsätzen und menschenrettenden Notfällen des DRKs.

Im Anschluss ging die Gesellschaft zum gemütlichen Teil über. Einige Bewohner luden Bekannte und Interessierte ein, die frisch bezogenen "neuen vier Wände" mit Blick zum Storchennest, zur Walpurgiskirche oder zu anderen Perspektiven der Stadt zu besichtigen.

Text- und Bildquelle: Oberhessische Zeitung

6. November 2018 15:23 Uhr. Alter: 9 Tage